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Spielzeit 2018/19

Klangwelten [UA]

Heiner Kondschaks Tonstudio live

Ein neues Album soll aufgenommen werden, von dessen Erfolg nicht nur die Zukunft der sechsköpfigen Band, sondern auch die des Produzenten abhängt. Letzterer hat sich schon ordentlich ins Zeug gelegt, es zu promoten, doch zunächst muss natürlich die Aufnahme produziert werden, denn hier wird noch direkt eingespielt und nicht digital nachgebaut. Im Tonstudio ist schon alles dafür hergerichtet: die Instrumente warten nur darauf, ihre Saiten zum Klingen zu bringen, Noten, Mikros und Tontechniker sind bereit. Fehlen nur noch die Musiker.

Einer ist immerhin schon da, und um den Tontechniker bei Laune zu halten, beginnt der Anekdoten zu erzählen, die ihm zu den verschiedenen Instrumenten und ihrer individuellen Geschichte einfallen.

Natürlich könnte man ihm stundenlang dabei zuhören, da es aber langsam mal losgehen muss mit der Aufnahme, beginnen die beiden im Studio damit, wenigstens schon mal eine erste Stimme einzuspielen, zumal es ohnehin unüblich ist, alle Instrumente gleichzeitig aufzunehmen.

Doch da die Kollegen weiter auf sich warten lassen, kommen nach und nach immer mehr Instrumente dazu, schließlich ist die Studiomiete teuer und die Aufnahme soll möglichst schnell auf den Markt…

Ein faszinierender Einblick in die Arbeit, die sonst fernab allen Publikums im Tonstudio stattfindet, über den man nicht nur die einzelnen Instrumente und ihre Stimmen genauer kennenlernt, sondern auch viel Wissenswertes und Interessantes drum herum erfährt.

Von und mit: Heiner Kondschak

Soundtechnik: Lukas Armbruster

Premiere: Do 15.12.18 (Restkarten), Tonnekeller

Weitere Vorstellungen:
So 16., Do 20., Di 25.12., Mo 31.12.2018 (Restkarten)
Sa 05.01. (ausverkauft), So 06.01.2019
Fr 15., So 17.03.

Silvester 18.00 und 20.30 Uhr
So 18.00 Uhr, sonst 20.00 Uhr, Tonnekeller


Der Kleine Prinz

von Antoine de Saint-Exupéry
für alle ab 8 Jahren

Die wunderbare poetisch-philosophische Geschichte über die zauberhafte Begegnung in der Wüste, die das Leben komplett verändert in einer neu übersetzten Fassung als Erzähl- und Objekttheater: Der kleine Prinz, der so unverhofft in unwirtlicher Umgebung weitab jeglicher Zivilisation ins Leben eines abgestürzten Piloten tritt, berichtet von seiner abenteuerlichen Planetenreise, die ihn nach Begegnungen mit sehr speziellen Sonderlingen auf ihren ebenso erstaunlichen Planeten schließlich auf die Erde und genau dorthin mitten in die Wüste geführt hat. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit einer stolzen, doch bei aller Kapriziosität durchaus geliebten Blume, hatte er seinen eigenen, sehr überschaubaren, von ihm sonst umsorgten Planeten verlassen, um sich auf Entdeckungsreise zu machen. Während der Pilot von der Sorge, rechtzeitig sein Flugzeug reparieren und diesen lebensfeindlichen Ort schnellstmöglich verlassen zu können, getrieben wird, stellt dieser kleine Prinz erstaunliche Fragen und nimmt ihn immer weiter mit in seine Gedankenwelt. Besonders seine Begegnung mit dem Fuchs hat beim kleinen Prinzen einiges bewegt: mit ihm entdeckt er nach vorsichtiger Annäherung Nähe und Freundschaft und welche Verantwortung für den anderen eine – wie auch immer geartete – Beziehung mit sich bringt.

Eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und Menschlichkeit.

Regie/Ausstattung: Marion Schneider-Bast

Übersetzung/Fassung: Karen Schultze, Marion Schneider-Bast

Mit: David Liske

Premiere: Fr 16.11.18, Tonnekeller

Weiter Vorstellungen: So 18., Di 20., Mi 21.11. 11.00 Uhr, Do 22.11. 10.30 Uhr, Sa 24. 16.00 Uhr, So 25 15.00 Uhr, Di 27., Do 29.11. 11.00 Uhr Tonnekeller

Di 04., Mi 05.12. 11.00 Uhr, Do 06.12 10.30 Uhr, Sa 08. 16.00 Uhr, So 09. 11.00 Uhr, Di 11., Mi 12.12. 11.00 Uhr, Sa 22., Di 25.12. 16.00 Uhr  Tonne 2


Mission »Royals«: ein Fall für die Sherlocks [UA]

von den Tonnellis

Eine von den dreizehn Mitwirkenden (zwischen 10 und 14 Jahren) selbst entwickelte ungewöhnliche Detektivgeschichte mit improvisierten Elementen und voller Spielfreude auf die Bühne gebracht:

Die sportbegeisterte Queen und ihre bücherliebende Tochter sind plötzlich samt anhänglichem Familienhund spurlos verschwunden. Was könnte passiert sein? Wollten sie einfach mal eine Auszeit nehmen? Hat sie jemand, entführt – oder gar Schlimmeres? Wo könnten sie sein und wer hat da seine Finger im Spiel? Hat etwa das Schlossgespenst, das so gerne für Verwirrung sorgt, etwas mit der Sache zu tun? Oder die persönliche Referentin, die sich besonders in dem Fall engagiert? Und welche Rolle spielt eigentlich der Butler? Fragen über Fragen denen sich auch das ungewöhnliche Dreierteam aus zwei ständig in komplizierteste Gedankenkonstrukte versponnenen Detektivinnen und ihrer pragmatischen Assistentin bei der Aufdeckung dieses Falls stellen müssen. Sie gehen die Sache auf ihre ganz eigene Weise an – ob die zum Erfolg führt?

Mit: Elisabeth Ellenberger, Helena Nike Gessert, Judith Götz, Carlotta Mia Gommel, Melina Hornig, Matilda Köhler, Greta Reiche, Hannah Riekeles, Felicitas Schmitt, Tami Schmitt, Leticia Soares, Maya-Jolie Trianta-Filidis, Noah Elias Wandel

Begleitung: Karen Schultze

Sa 27.10., 18.00 Uhr
So 28.10., 16.00 Uhr
So 11.11., 16.00 Uhr

Tonne 2


Die Dreigroschenoper

von Bertolt Brecht
Ein Stück mit Musik von Kurt Weill
nach John Gays „The Beggar´s Opera“
Übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann

Auf satirische Art werden in diesem erfolgreichsten Theaterstück des 20. Jhds. Zusammenhänge von Wirtschaft, Korruption und Moral auf die Bühne gebracht.

Der Chef der Bettelmaffia Peachum hat sich ein ganzes Imperium aufgebaut mit zahlreichen Angestellten, gut einstudierten Rollenmustern und einem skurrilen Kostüm- und Requisitenfundus, um zu allen erdenklichen Gelegenheiten unterschiedlichste Arten von Bettler für alle mitleidheischenden Zwecke optimal auszustatten. Die Zeiten sind schon nicht leicht, weil jeder sich doch selbst der nächste ist und das Geschäft mit dem Mitleid nicht optimal läuft, da muss er auch noch erfahren, dass seine Tochter Polly ohne sein Wissen ausgerechnet seinen Erzrivalen, den Gangster Mackie Messer, geheiratet hat. Dessen düstere Geschäfte laufen so gut, weil er mit Tiger-Brown, dem obersten Polizeichef, befreundet ist, der für ihn gerne mal alle Augen zudrückt, um einen guten Coup zu ermöglichen – schließlich bringt das auch ihm jedes Mal finanziell ordentlich etwas ein. So ist es für Herrn Mackeath natürlich leicht, den Gentleman zu spielen und er freut sich schon, sich bald ganz aus dem „Geschäft“ zurückziehen zu können.

Doch Peachum sinnt auf Rache gegen diesen ungewollten Schwiegersohn, der es doch nur auf sein Vermögen abgesehen haben kann. Pollys Mutter weiß auch gleich, wo und wie man Mackie, der sich komplett in Sicherheit wiegt und auf keines seiner Vergnügen verzichte möchte, antreffen und der Justiz ausliefern kann – ob da der gute Freund bei der Polizei noch vor dem Galgen retten kann? Wer sitzt am Ende am längeren Hebel? Und wie steht es mit der Moral?

Voll Musik, darunter Ohrwürmern wie der Moritat von Mackie Messer und der Ballade der Seeräuberjenny wird plastisch und voller Sarkasmus gezeigt, wie unlautere Mittel – Verrat, Bestechung, Täuschung – letztlich doch zum größten Erfolg führen.

Regie              Enrico Urbanek

Ausstattung     Sibylle Schulze

Gesangseinstudierung            Ulrike Härter

Korrepetition  Maciej Szyrner

 

Mit

Macheath, genannt Mackie Messer, Chef einer Platte von Straßenbanditen    Thomas B. Hoffmann

Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund   David Liske

Celia Peachum, seine Frau     Chrysi Taoussanis

Polly Peachum, seine Tochter Maria Magdalena Rabl

Brown, oberster Polizeichef von London       Sebastian Hammer

Lucy, seine Tochter     Noemi Fulli

Die Spelunken-Jenny   Chrysi Taoussanis

Smith   Anne-Kathrin Killguss

Pastor Kimball Jochen Rominger

Filch    Santiago Österle

 

Bettler/ Huren/ Die Platte/ Konstabler:
Dunja Fuchs, Noemi Fulli, Bahattin Güngör, Seyyah Inal, Alfhild Karle, lsabel König,

Antje Rapp, Franziska, Schiller, Gabriele Wermeling, Stephan Wiedwald

Orchester

Schlagzeug      Christian Dähn/ Steffen Kuhn
Trompete        Igor Rudytskyy/ Karl-Friedrich Schmidt/ Cyrus Allyar

Gitarre             Christian Ther/ Heiko Mall

Posaune          Grigori Puschanski

Klarinette/Saxophon   Carelys Carreras Camporredondo/ Ruth Sabadino/ Stefan Koschitzki/ Angela Weiss

Klavier/Harmonium   Maciej Szyrner

Premiere Sa. 20.10.2018 20.00 Uhr, Tonne 1 (ausverkauft)
Weitere Vorstellungen: So. 21. (ausverkauft), Di. 23./ Mi. 24. (Theateroffensive-Abo), Fr. 26., So. 28.10.,
Do. 08., Fr. 09., Sa. 10., Mi. 14., Sa. 17., So. 18., Mi. 28., Fr. 30.11.,
Sa. 01., So. 02., Mi. 26., Do. 27., Fr. 28., Sa. 29., Mo. 31.12.2018
Do. 10., Fr. 11., Sa. 12., So. 13.01.2019

31.12. (Silvester) 16.30 Uhr und 20.30 Uhr,
Samstag 12.01. 16.00 Uhr
sonntags sowie Sa 01.12. und Sa 29.12. 18.00 Uhr
sonst 20.00 Uhr


Spielzeit 2017/18

Sommertheater im Spitalhof

Cyrano de Bergerac

Romantische Komödie von Edmond Rostand
auf Grundlage der Übersetzung von Ludwig Fulda

Die berühmte wie tragische Liebesgeschichte über Cyrano, den Helden mit der unvorteilhaften Physiognomie, der zwar beindruckend gewandt mit dem Degen wie mit espritvoll gesetzten Worten umgehen kann, sich aber wegen seines Aussehens, insbesondere seiner überdimensionierten Nase, keine Chancen in der Liebe und schon gar nicht bei der von ihm so geschätzten Roxane ausrechnet.

Diese meint ohnehin, im attraktiven Kadetten Christian ihr großes Glück gefunden zu haben. Da dieser durchaus nicht abgeneigt ist, sich aber ihrer anspruchsvollen Vorliebe für poesie- wie geistreiche Konversation so gar nicht gewachsen fühlt, wendet er sich hilfesuchend ausgerechnet an Cyrano. Dessen Ghostwriting-Dienste wie simultanes Einflüstern verhelfen dem gutaussehenden Christian letztlich zum brillanten Erfolg bei Roxane, die sich nur zu gerne täuschen lässt und Christian sogar heiratet.

Als dieser, aus Rache eines weiteren Roxane-Verehrers, Graf de Guiche, zeitnah an vorderster Front in den Krieg geschickt wird, sorgt Cyrano, der mit von der Partie ist, unter Aufbietung seines Lebens für den nie versiegenden Strom an wundervollen Briefen an Roxane. Längst hat sie sich in diesen so wundervoll geistreichen Gedankenaustausch verliebt und Cyrano umso mehr in sie, als ihr junger Mann im Kampf umkommt. Und da Cyrano trotz allem nicht wagt, Christians Andenken durch das Aufdecken der Wahrheit zu schmälern, kann Roxane ihren fatalen Irrtum erst erkennen als es schon viel zu spät ist…

Eine spannende, berührende Mantel- und Degengeschichte über die fatale Macht der Äußerlichkeiten und der Täuschung, voller spektakulärer (Wort-)Gefechte und Romantik.

Regie/ Ausstattung: Stephanie Rolser; Textfassung: Stephanie Rolser, Karen Schultze;
Musik: Andrej Mouline; Liedeinstudierung /-Arrangement: Sebastian Hammer, Tristan Linder; Fechttraining und –choreografie: Heiner Kock

Mit: Robert Atzlinger (Cyrano de Bergerac), Nina-Mercedés Rühl (Roxane), Heiner Kock (Christian de Neuvillette), Sebastian Hammer (Graf de Guiche), Wolfgang Grindemann (Le Bret/ Mönch), Andrej Mouline (Akkordeoniste/ Montfleury)

Premiere: Do 12.07.18, open air im Spitalhof

Weitere Vorstellungen:

Fr 13., Sa 14., Mi 18., Fr 20., Sa 21., So 22., Mi 25., Do 26., Fr 27., Sa 28. So 29.07.,
Mi 01., Do 02., Fr 03., Sa 04., So 05.08.

sonntags 18.00 Uhr sonst 20.00 Uhr open air im Spitalhof (bei schlechter Witterung Tonne 1, Jahnstraße 6 – Info über Spielort ab 2 h vor der Vorstellung über AB 07121 93770)

zusätzlich im Anschluss an die Vorstellung am 29.07. um 20.30 Uhr: Geheimtipp (bei freiem Eintritt)


like me

tonnejugendforum geht ins Netz

Ein mithilfe personenbezogener Daten erstellter öffentlicher „Ehrlichkeits“-Score entscheidet schon heute in Shanghai, ob jemand eine Belohnung in Form von Rabatten etwa bei Flugtickets erhält oder ob ihm ein Kredit verweigert wird.

Was vor Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist somit wahrgeworden. Aber auch in weniger autoritären Gesellschaften gibt es unvorstellbare digitale Phänomene zu entdecken. Bei Facebook, YouTube & Co. ist es nicht der Staat, der den Wert eines Users bestimmt, sondern die Anzahl seiner „Likes“ sowie die Aktivitäten seiner Follower. Je mehr Klicks, desto höher der Status im sozialen Netz.

Doch wohin steuert uns der Bewertungswahn? Was soll der Hype um die neusten YouTube-Stars? Wie erlangen wir selbst Aufmerksamkeit und wie wirkt es sich auf uns aus, wenn wir alle Ereignisse in unserem Leben permanent auf ihr Like-Potenzial hin überprüfen? Warum ist uns soziale Bestätigung außerhalb des realen Lebens überhaupt so wichtig? Wollen wir eine Welt, in der Menschen auf Grund ihres sozialen Rankings im Netz beurteilt und dementsprechend behandelt werden?

Das tonnejugendforum beschäftigt sich in dieser Spielzeit mit einem hochaktuellen Thema, das uns alle, besonders aber die technikaffinen jungen Menschen angeht und stellt sich selbst dabei die Frage: wie viel von mir gebe ich preis und was hat das für Konsequenzen?

Regie: Sandra Omlor

Theaterpädagogische Mitarbeit: Jana Riedel

Mit: Emily Feimer, Lucille Gonzalez, Yara Möck, Katharina Pticar, Ayca Sengül, Shadi Shartouh

Premiere:  Sa 09.06.18, Tonnekeller

Weitere Termine: So 10., Mo, 18. Fr 22., Sa 23., So 24.06.

Sa 09. und Fr 22. 20.00 Uhr, sonst 18.00 Uhr


Diktatoren [UA]

Sie scheinen leider nie aus der Mode zu kommen, jede Zeit bringt ihre eigenen hervor, der Nachschub wie die Spielarten wirken unermesslich: Diktatoren, die ihr perfides Handwerk mehr oder weniger verstehen, zumindest sich bestens darauf verstehen, Angst und Schrecken zu verbreiten, ihre Macht auszuspielen und dabei erstaunlicherweise immer wieder auf die gleichen Mechanismen zurückgreifen. Jeder Diktator braucht natürlich auch sein Volk, ohne das er seine Macht nicht ausüben könnte wie er auch diejenigen braucht, die ihm zuarbeiten und ihn und seine Macht loyal stützen, egal was er sich auch erlaubt. Und wie verhält er sich gegenüber seinen Kritikern, Widersachern, Kontrahenten?

Wie geht das überhaupt, die Macht an sich zu reißen? Und wie hält man sich an selbiger? Welche Regeln gelten für Diktatoren? Welche Taten und Aussprüche kann sich ein Diktator erlauben und welche Eigenschaften sind dem Diktatorentum förderlich?

Das Ensemble hat sich mit den Machenschaften der Macht, mit Willkürherrschaft, Wahlfälschung und Revolution wie mit aktuellen Vertretern ihrer Art beschäftigt und präsentiert auf satirische Art voller Spielfreude und Musik seine Erfahrungen mit diesem politischen Themenkomplex.

Regie/Ausstattung: Enrico Urbanek

Musikalische Leitung: Michael Schneider

Mit: Dunja Fuchs, Bahattin Güngör, Cornelius Hoffmann-Kuhnt, Seyyah Inal, Alfhild Karle,

Anne-Kathrin Killguss, Santiago Österle, Antje Rapp, Jochen Rominger, Franziska Schiller,

Michael Schneider, Gabriele Wermeling, Stephan Wiedwald

In Kooperation mit BAFF [Träger Lebenshilfe und BruderhausDiakonie], der Fakultät für Sonderpädagogik der Päd. Hochschule Ludwigsburg, den BruderhausDiakonie-Werkstätten Reutlingen sowie der LWV.Eingliederungshilfe Rappertshofen Reutlingen

Premiere: Do 07.06., 20.00 Uhr Tonne 1

Weitere Vorstellungen:

Sa 09., So 10., Do 14. (ausverkauft), Fr 15., Sa 16., So 17., Fr 22., Sa 23., So 24.06.

Sa 16., So 17. 16.00 Uhr,

So 10., So 24. 18.00 Uhr,

sonst 20.00 Uhr

Tonne 1, Jahnstraße 6

Zusätzlich im Anschluss an die Vorstellung: WERKSTTATGESPRÄCH am Sa 09.06. 21.15 Uhr


für alle ab 9 Jahren

Momo

nach Michael Ende
Erzähltheater von Heiner Kondschak

Eine dubiose, schwer greifbare Organisation gewinnt zunehmend Einfluss auf die Menschen, indem sie alles daran setzt, ihnen in Form der mysteriösen Grauen Herren systematisch ihr kostbarstes Gut zu entziehen: ihre Zeit. Während sich die meisten nur allzu gerne von der fragwürdigen Notwendigkeit, Zeit sparen zu müssen, überzeugen lassen und bereitwillig der Zeitsparkasse ihre gesamte Lebenszeit anvertrauen, ist das Mädchen Momo ein wirklich schwieriger Fall für die Grauen Herren: sie hat einen großen Freundeskreis um sich geschart, den sie durch ihre besondere Gabe des Zuhörens beglückt und damit ganz andere – geradezu gegenteilige – Werte lebt als die von der dubiosen Organisation propagierten.
Mit allen Mitteln bemühen sich die Grauen Herren daher, auch sie ihrer Sache dienstbar zu machen, indem sie sie mit Geschenken locken, ihr die Freunde entfremden, sie einschüchtern, bedrohen, verfolgen, um nur endlich ihrer habhaft werden und damit auch noch die letzte Zeit rauben zu können.

Doch Momo geht unbeirrt ihren eigenen Weg, lässt sich von ihrem Herzen und gesunden Menschenverstand leiten und findet im spannenden Wettlauf gegen die ständig wachsende Menge der Zeitdiebe quasi im letzten Moment unerwartet Unterstützung vom geheimnisvollen Meister Hora – doch es bleibt nicht viel Zeit …

Eine der wichtigsten Kinder-/Jugendgeschichten, die aktueller denn je, einen Blick auf den Zustand der Welt, wie Kinder sie erleben, bietet, in einer ganz neuen eigens geschaffenen Erzähltheaterfassung von Heiner Kondschak.

Regie/ Musik: Heiner Kondschak, Bühne: Enrico Urbanek

Mit: Robert Atzlinger, Heiner Kondschak, David Liske, Nina-Mercedés Rühl

Premiere: Sa 14.04.18, 17.00 Uhr Tonnekeller

Weitere Vorstellungen:

So 15., Sa 21., So 22., Sa 28, So 29.04.

Do 03., Sa 05., So 06., Di 08., Mi 09., So 13.,

Do 03.05. 10.30 Uhr,

So 22.04.; Di 08., Mi 09.05. 11.00 Uhr,

So 06.05., So 13.05. 15.00 Uhr

So 15, Sa 21., So 22., So 29. 16.00 Uhr

Sa 14.04., Sa 05.05. 17.00 Uhr

Zusätzlich im Anschluss an die Vorstellung:

Sa 28.04. 19.45 Uhr Geheimtipp

Sa 05.05. 18.45 Uhr Werkstattgespräch auf Einladung des Theatervereins (Eintritt frei)


Bin Nebenan

Monologe für Zuhause von Ingrid Lausund

Sehr persönlich erzählen ganz unterschiedliche Menschen von ihren Wünschen und Ängsten, offenbaren dabei – berührend, beeindruckend und sehr unterhaltsam – genau die Punkte, die sie eben dorthin gebracht haben, wo sie sich nun willentlich oder unfreiwillig befinden.

Letztlich muss jeder mit sich selbst ausmachen, wie er mit dem ihm aufgebürdeten Päckchen seiner Vergangenheit umgeht. Und so versuchen diese Menschen von nebenan tapfer und ganz allein, sich ihr Dasein schön zu reden, sich für ihr Sosein zu rechtfertigen und sich selbst davon zu überzeugen, dass man gut klar kommt und es sich letztlich doch perfekt eingerichtet hat in seinem Leben.

So reden sie unermüdlich gegen Zweifel wie Einsamkeit an, zelebrieren ihr Zuhause wie ihre heimlichen Freiheiten: da gibt es etwa den Mann, der versucht, seine marktforschungsmäßige Einordnung zu überlisten, indem er eben genau das nicht kauft, was ihm eigentlich richtig gut gefällt, die Frau, die versucht, sich durch eine kreative wie unkonventionelle Aktion von ihrer übermächtigen Mutter zu emanzipieren, den an Demenz Erkrankten, der unbedingt darauf bedacht ist, die Ordnung der Wörter und der Dinge zu bewahren und doch zum Scheitern verurteilt ist, den jungen Mann, der sehnsüchtig auf die Gelegenheit hofft, den Pflegeeltern, die ihn wieder zurück in Heim gegeben hatten, zu beweisen, dass doch etwas aus ihm geworden ist…

Ein ganz besonderer, tragikomischer Einblick in unterschiedliche Lebenswelten, die doch bei aller Unterschiedlichkeit auf faszinierende Art miteinander verwoben werden.

Regie/Ausstattung: Marion Schneider-Bast

Mit: Robert Atzlinger, Ina Fritsche, Steffen Happel

Premiere: Do. 08.03., 20.00 Uhr Tonnekeller im Spitalhof

Weitere Vorstellungen:

Sa. 10., So. 11., Mi. 14.,  Fr. 16., Sa. 17., So. 18., Mi. 21.,  Fr. 23., Sa. 24., So. 25., Mi. 28.,

Sa. 31.03.

So 18.03. 16.00 Uhr, So 25.03. 19.00 Uhr, Sa 17.03. und sonntags 18.00 Uhr, sonst 20.00 Uhr, Tonnekeller im Spitalhof

Zusätzlich im Anschluss an die Vorstellung (bei freiem Eintritt):

Sa 10.03. 21.50 Uhr Geheimtipp
Fr 23.03. 21.50 Uhr Werkstattgespräch mit Ensemble und Regisseurin (auf Einladung des Theatervereins)


in Kooperation mit der Württembergischen Philharmonie

Through Roses

Musikalisches Drama für einen Schauspieler und acht Solo-Instrumente
von Marc Neikrug

Die assoziations- wie musikreiche Geschichte eines Geigers, der gezwungen war, im Konzentrationslager aufzuspielen, während so viele – darunter seine Frau – dort in den Tod getrieben wurden. Dank seiner Virtuosität hat er, der sich nie für Politik interessiert hatte, Auschwitz überlebt. Nun aber, Jahre später, bricht immer wieder die Erinnerung über ihn herein: dabei wird sein Gedanken- und Bilderstrom häufig durch Musik gelenkt, die ihn nicht loslässt. Zurückgekehrt stellt er sich seinen Erinnerungen und auch der bohrenden Frage, was sein Musizieren am Unort eigentlich für die Musik an sich bedeutet und welche Konsequenzen er daraus für sein weiteres Leben als Musiker zu ziehen hat.

In Neikrugs eindrucksvollem Text- und Klanggewebe voller Musik- und Literaturzitate bekommt die zerrissene Seele eines Menschen eine Stimme, der versucht nach dem Ungeheuerlichen wieder ins Leben zurückzufinden. War es die Musik, die ihm Kraft gab? Die Musik, die ihn rettete und gleichzeitig zum Mittäter machte? Die Musik, dieses Zeugnis höchster Geisteskultur und Humanität, die doch im Lager zur Ergötzung der Täter wie Verhöhnung der Opfer missbraucht wurde?

Wie schon bei der Kinderoper Brundibár setzt sich die Tonne – in Zusammenarbeit mit dem Reutlinger Orchester – mit einem wichtigen Kapitel deutscher Vergangenheit auseinander.

Regie: Enrico Urbanek; Ausstattung: Sibylle Schulze; Bilder: Antonia Bisig
Musikalische Leitung: Frank Zacher; Projektchorleitung: Ulrike Härter; Choreografie: Nora Vladiguerov

Mit: Thomas B. Hoffmann, Nora Vladiguerov
sowie: Miriam Fink, Berya Inci, Natalie Kaiser, Ulrich Kallenberg, Laura Klemm, Agnes Matthes, Elisabeth Matthes, Anna-Sophie Neu, Bastian Niklas, Jonathan Niklas, Amelie Riessen, Madita Rumbaur, Franziska Seiler, Kurt Siegler, Bojan Urbanek
und Musiker_innen der Württembergischen Philharmonie Reutlingen:
Flöte: Martin Kühn/Angelika Bender; Oboe: Martin Künstner/ Nigel Trehern; Klarinette: Simon Löffelmann /Ann Kathrin Zacharias; Violine: Fabian Wettstein/ Konrad Balik; Viola: Benjamin Hartung/ David Inbal; Cello: Friedemann Dähn / Heiko Nonaka; Klavier: Nadine Hartung/ Lars Jönssons; Schlagzeug: Markus Kurz/ Steffen Kuhn

Premiere: Sa 10.02.18, Tonne 1 (Neubau)
Weitere Vorstellungen: So 11., Do 15. Fr 16., Sa 17.02., Mi 14., Sa 17., So 18.03.
Mi 11., Do 12.04. (Theateroffensive – Karten über Kulturamt), Sa 14., So 15., Fr 27., Sa 28., So 29.04.
So 18.00 Uhr sonst 20.00 Uhr

Zusätzlich im Anschluss an die Vorstellung: Sa 17.03. Werkstattgespräch (auf Einladung des Theatervereins)


Eröffnungsproduktion

Von Weimar bis Merkel [UA]

Musikalische Reise durch ein Jahrhundert deutscher Geschichte
subjektiv untersucht von Heiner Kondschak

Die abwechslungsreiche Geschichte der letzten 100 Jahre unseres Landes wird in allen wichtigen und unwichtigen – und damit umso erwähnenswerteren – Fakten in Klang und Szene gesetzt:

Bedeutende Ereignisse, Umbrüche, Zusammenbrüche und Aufbrüche zu neuen Ideen und Ideologien, Krisen und Kriege, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen und Strömungen, politische Ver- und Entwicklungen sowie weltbewegende Entscheidungen wie sie diese spannenden Jahrzehnte prägten, stehen da neben Kuriositäten des Alltags, Anekdotischem und Zeitgeistigem.

Als Vehikel in diese so unterschiedlichen Epochen, befördert der – natürlich live produzierte – Soundtrack Emotionen, Erinnerungen und Anspielungen. Damit ist er nicht nur klangvolle Unterstützung der Szenen aus dem Leben fiktiver oder auch realer Personen, sondern spielt eine wichtige Rolle bei der eindrücklichen Vermittlung des jeweiligen Lebensgefühls und Zeitgeistes.

Nach der beliebten Sommertheater-Revue über die beiden Deutschlands „Wer hat den Farbfilm vergessen?“ gibt es damit jetzt die umfassendere Schau auf Deutschland und seine diversen Erscheinungsbilder im Laufe der Jahrzehnte vom Ende des Ersten Weltkrieges bis heute: eine Geschichtsstunde der besonderen Art voller Musik und ein eindrucksvoller Bilderbogen durch die Vielfalt der Zeiten.

Regie/Ausstattung/Musik: Heiner Kondschak

Mit: Stephanie Brehme, Christian Dähn, Thomas B. Hoffmann, Wolfram Karrer/Andrej Mouliné, Heiner Kondschak, David Liske, Veronika Reichard-Bakri, Nina-Mercedés Rühl

Premiere: Do 25.01.18, 20.00 Uhr Tonne 1 (Neubau)
Weitere Vorstellungen:  Sa. 27., So. 28.01.
Fr 23., Sa. 24., So. 25., Di 27. (Theateroffensive), Mi 28.02. (Theateroffensive)
So. 04., Mi. 07., Fr 09., So. 11., Sa. 24., So. 25., Do. 29.03.
Mo. (Ostern) 02.04.

Sa 24. und So 25.02. 16.00 Uhr, sonntags und Mo 02.04. 18.00 Uhr

Sonst 20.00 Uhr

zusätzlich im Anschluss an die Vorstellung (bei freiem Eintritt):

Fr 23.02. 22.15 Uhr Werkstattgespräch auf Einladung des Theatervereins

Fr 09.03. 22.15 Uhr Geheimtipp mit dem Ensemble